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Ostersitten der Kirche




Biete Euch hier einige interessante Informationen über kirchliche Ostersitten, Osterliturgien, Osterbräuche, Osterrituale zur Osterzeit, speziell aber zur Osternacht und zum Ostersonntag an.

Diese Texte wurden aus antiquarischen Büchern aus dem Jahr 1895 entnommen und für Euch zusammengestellt.





Kirchenrituale






Fortsetzung von Seite 4 (Kirchliche Ostersitten)



Nach dem großen Halleluja erfolgt die Lektion des Festevangeliums Matth. 28, 1-7. Darauf wird das heilige Abendmahl von den Täuflingen zum ersten mal empfangen. Doch genossen alle Gläubigen das Sakrament an diesem Morgen. Es war dies eine so festehende allgemeine Sitte, dass Patricius in seinen Verordnungen sagt: In nocte Paschae qui non communicat, fidelis non est. Hierauf wurde die Gemeindenach dem Osterkusse mit dem Surrexit Dominus entlassen, worauf sie antworteten: Vere surexit, oder Deo gratias, oder Et apparuit Simoni. In der griechischen Kirche sind die Gotteshäuser zudem mit Blumen reich geschmückt. Am Morgen des ersten Ostertages tritt nach vollendetem Morgengebet der Priester vor den Eingang des Chores und hält das mit einem Kreuze geschmückte Evangelienbuch geschlossen vor die Brust. Einer um den andern aus der Gemeinde nähert sich ihm und küsst das Kreuz des Buches, dann die Schüler des Priesters unter dem Festgruße: Christi ist erstanden! Und empfängt vom Priester einen Kuss auf das Angesicht mit der Antwort: Er ist wahrhaftig auferstanden! In gleicher Weise begrüßen und küssen sich alle Versammelten gegenseitig. Besuchende und Begegnende reden sich mit dem selben Gruße und Gegengruße an und besiegeln ihn mit dem Bruderkusse. So beschreibt schon Leo Allatius die griechische Festsitte. Neuere bestätigen den Fortgang derselben sowohl in der russischen als in der römischen wie in der griechischen, bezeugt die ganze Feier, dass der Ostertag der eigentliche dies regalis sei, corona et caput omnium festivitatum, der magna dies dominica, der dies splendida et splendorifera.
Welche Erweiterung aber die elevatio Christi de sepulchro in der römischen Kirche später empfing, wird die Behandlung der dramatischen Osterdichtung späterhin zeigen.
Wohl mochte der österliche Gottesdienst der alten Kirchen mit seiner phantasiereichen Pracht die jugendliche Einbildungskraft der Germanen überwältigen; auch beugte man sich vor der lateinischen Sprache, als der heiligen, geheimnisvollen, zumal später immer mehr die liebe Muttersprache daneben ihre Rechte geltend machte. Wohl erlebte man da den Sieg Christi mit und nach, aber der vom Christentum ergriffene mannhafte germanische Volksgeist verlangte doch darnach sein Helden- und Gefolgsherrn-Ideal, das er in Christo, dem König aller Könige, vollendet schaute, mit allen seinen einzelnen Zügen in volksmäßiger Weise darzustellen, und das geschah in ebenso schlicht kräftiger wie farbenreicher Weise im Epos.





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