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Osterfest und Ostarafest




Biete Euch hier einige interessante Informationen zu Ostern und Ostara. Die Texte beinhalten verschiedenen Osterzeremonien, Osterspiele und Osterbrauchtümer.
Über die Göttin Ostara der Frühlingsgöttin und über unsere Urfeste, die wir Menschen schon über Jahrhunderte feiern, gibt es hier einiges zu lesen.

Diese Texte wurden aus antiquarischen Büchern aus dem Jahr 1895 entnommen und für Euch zusammengestellt.





Frühlingsfeste






Fortsetzung von Seite 1 (Ostern Ostara)



Ja es ist eine bedeutsame sprachgeschichtliche Tatsache, dass, während unsere sämtlichen Nachbarvölker außer den germanischen Angelsachsen den biblischen Namen Passah sich aneigneten, es von der deutschen Kanzel hallt: Lasset uns Ostern halten. Aber nicht nur die Nachbarvölker entlehnten den Namen für das Fest dem jüdischen Passah, wie die Franzosen ihr pâques , auch bei germanischen Stämmen finden wir diese Bennenung. Auch die Goten nannten das Fest der Auferstehung paska und ebenso heißt es mittelniederdeutsch pasche, neuniederdeutsch pâsken, neuniederländisch die paasch, altfriesisch pascha, altnorwegisch pâskir, schwedisch pásk, dänisch paaske. Ja selbst altsächsisch heißt es pascha und pasca, während wiederum angelsächsisch e óstre.
Also waren es nicht alle germanischen Stämme, welche ein deutsches Ostern feierten, sondern nur die mittel-, west- und süddeutschen neben den Angelsachsen, bis dann das Hochdeutsche, insbesondere durch Luthers Bibelübersetzung, den deutschen Namen über ganz Deutschland zurückführte.
Und was bedeutet das Wort Ostern? Es ist der Plural vom althochdeutschen ôstrâ, angels. eóstre und kann Genitiv und Dativ sein. Als Genitiv bedeutet es von Ostern her, wie man z.B. sagte: des Tages Helle bringt Ostern (von Ostern her) durch die Wolken; als Dativ zum Ostern, oder auch im Osten.
Dem aus Osten (ostern) ausstrahlenden Lichte ging man freudig entgegen, zumal zu dieser Zeit, wo nun das Licht gesiegt hat und fortan wächst bis zur Sonnenwende im Hochsommer. Mit dem allverbreiteten Licht kommt neues Leben. So war diese Feier wohl zunächst eine Feier der Morgenröte, wie denn auch das Wort Osten und ostern (altind. ausôs) zusammenhängt mit der altindogerm. Bezeichnung für Morgenröte, welche altind. usrâ, lat. aurora, griech. litth. auszra heißt. Zwischen den Buchstaben s und r wird im Germanischen ein t eingeschoben, wie z.B, aus indogerm. swesr, gemeingerm. swestr wurde.
Die altindogermanische Aurora hätte also den Charakter einer Tageslichtgöttin mit dem einer Lichtgöttin des Frühjahrs vertauscht, wenn J. Grimm in seiner Mythologie (2. Ausgabe 267) eine deutsche Göttin Ostarâ richtig mutmaßt. Er tut dies, gestützt auf eine Stelle in der Kirchengeschichte des Angelsachsen Beda, der in seiner Schrift de temporum ratione (ums J. 730) Kap. 13 in Eóstra den Namen der Göttin des neuen Frühlingslichtes bei den Germanen sieht. Ostern wäre also ein Bezeichnung eines altheidnischen Festes der Westgermanen, welche auf einer altgermanischen Austró beruhte, die mit der indischen usrâ = Morgenröte identisch wäre. Der Name Eástre, Eostre, ahd. Ostara, ist mit Osten und fanfkr. Ushas aufs engste verwandt und bedeutet eine Göttin der aufgehenden Sonne, oder des wiederkehrenden Lichts im Frühling. Die Morgenröte selbst wird als eine leuchtende Jungfrau Ushas angerufen, deren Namen (von vas glänzen) und Wesen eins ist mit der griechischen Eôs. Ushas verleiht kostbare und herrliche Gaben, die ersehnten, von der Finsternis verborgenen Schätze. Sie bringt das Gold der Sonne zurück. In der Edda freilich erscheint seine Spur der Ostara, nur ein Zwerg trägt den Namen Austri. Dagegen ist uns im Kloster vorbei an der Weser ein altsächsischer Badenchor erhalten (Montan. I, 28), der, wenn er anders echt ist, auf die Verehrung einer Göttin Ostara hinweist, und den wir in Beziehung auf Ostern nicht übergehen dürfen. Er lautet:

Eostar, Eostar,. . . . . . . . . . Ostara, Ostara,
eordhan modor,. . . . . . . . .der Erde Mutter,



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